Die Schwarzberg-Chroniken

Die Bergbaustadt der Grafschaft - Bürgermeister Abbajan, Hydra und Miranon.
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Abbajan
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Die Schwarzberg-Chroniken

Beitrag von Abbajan » 31. Jul 2018, 15:24

An dieser Stelle entstehen die von mir verfassten Schwarzberg-Chroniken. Meinungen und Kritik sind erlaubt und auch erwünscht. Rechtschreib- und Zeichensetzungssfehler bitte ich genauso mitzuteilen, falls mir etwas entgangen sein sollte. Dem einen oder anderen wird auffallen, dass er oder sie Bestandteil der Geschichte geworden ist ;) - wer auch mit rein möchte, oder eine Idee hat wie sich seine Figur entwickeln könnte, der möge mich genauso anschreiben - Jede Anregung ist hochgradig willkommen.
Da wurde mir klar, dass entweder ich verrückt war oder die Welt. Und ich tippte auf die Welt. Und natürlich hatte ich recht.
Jack Kerouac

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Abbajan
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Re: Die Schwarzberg-Chroniken

Beitrag von Abbajan » 31. Jul 2018, 16:02

Die Schwarzberg-Chroniken

Ein Horn erklingt
(Schwarzberger Kinderlied)


Wenn das Horn ertönt dann steh‘ ich auf
(Gähnen)
Dann geh‘ ich lernen und was scha-affen

Wenn’s nochmal ertönt dann gibt es Spaß
(Juchuuu)
Dann gibt’s ein Fest auf uns’rem Ma-arktplatz

Wenn’s dreimal ertönt dann pass ich auf
(Hmmmmm?)
Dann kommen Leute uns besu-uchen

Wenn’s viermal ertönt geh‘ ich zum Brunn’n
(Plitsch Platsch)
Dann ist der rote Hahn in Schwarzbe-erg

Wenn’s fünfmal ertönt dann lauf ich weg
(Zuhilf‘!)
Dann steht der Feind vor uns‘ren To-oren

Und wenn’s sechsmal ertönt dann muss ich wein’n
(Schnief)
Dann gibt’s ein Grab in uns‘rer Ha-alle



Part I.
Ein neuer Tag


Abbajan schlug die Augen auf. Wie so häufig in letzter Zeit erwachte er bereits vor dem Morgenhorn und fühlte sich matt und müde. Sein Geist fand einfach zu wenig Ruhe – zu viele Gedanken gingen in seinem Kopf umher und verlangten nach seiner Aufmerksamkeit. Da waren die neuen Bestellungen die in der Schmiede abgearbeitet werden mussten – so eine Stadt im Aufbau verlangte nach vielerlei Dingen… vor allem Nägel… diese gottverdammten Nägel… Es kam ihm vor als sei es Ewigkeiten her, seit er seine letzte Axt geschmiedet, oder zumindest eine in der Hand gehalten hatte…

Er seufzte wehmütig. „Vielleicht“, dachte er so bei sich, „vielleicht frage ich Miranon heute, ob er nicht Lust hat in dem kleinem Wäldchen am Fluss ein paar Bäume abzuholzen. Schließlich wird auch gutes Holz gebraucht.“ Dann fielen ihm die Geschichten über die Krankheit wieder ein und er beschloss, dass es heute keine gute Idee war den Berg zu verlassen. Genauer gesagt wäre das noch solange so, bis der Bürgermeister Entwarnung gab, denn Abbajan hatte sicherlich keine Lust auf rotumränderte eiternde Beulen und den Bluthusten über den sie hier in Schwarzberg gehört hatten. Wenn man den Gerüchten glauben konnte, war Schwarzberg bislang noch gut davongekommen, denn es gab nicht einen dokumentierten Fall der Krankheit zu beklagen… Von dem Rest des Königreiches konnte man das nicht behaupten.

„Nein“, murmelte er in seinen Bart, „heute keine Bäume…dann lieber verdammte Nägel“. Mit diesen Worten stieg er vorsichtig aus dem Bett und warf den Otterbärenpelz über, der auf dem Stuhl am Kopfende seines Bettes hing. Er streckte sich noch kurz und betrachtete das Bett auf der anderen Seite des Zimmers in dem sein Bruder Djerun schlief. Ein Lächeln stahl sich auf Abbajans Gesicht als er dessen gleichmäßigen Atemzügen lauschte. „Viele der Großen stellen sich einen schlafenden Hrothi als das Äquivalent eines Flusssägewerkes im Vollbetrieb vor und sie haben Recht damit“, schmunzelte Abbajan, „doch wenn man dich hört, könnte man denken, dass sich ein Leffit in dein Bett geschlichen hat, so zischelst du herum“. Djerun schlief unbeeindruckt weiter und so entschloss sich Abbajan schon einmal den Herd des gemeinsamen Hauses anzufachen und Pilzsud aufzusetzen. Der kleine konnte ruhig noch bis zum Morgenhorn schlafen, denn schließlich hatte er am vorherigen Abend noch eine Nachtschicht eingelegt um die bestellten Scharniere für das Außenlager der Mine fertigzustellen.

An die Scharniere erinnert ging Abbajan einen Umweg über die Schmiede. Dort fand er die vier Mechanismen auf der Werkbank aufgestapelt. Mächtige Teile waren das – ein jedes maß in der Länge fast so viel wie sein eigener Unterarm und sie waren aus massivem Eisen gefertigt. Djerun hatte sogar daran gedacht, die Scharniere an den beweglichen Stellen mit Tran einzufetten, damit sie länger gangbar blieben.

Beim Betrachten der Stücke konnte Abbajan nicht umhin Stolz auf seinen kleinen Bruder zu sein. Eigentlich war Djerun ein gelernter Rüstungsschmied und Scharniere waren nicht seine Welt. Hier hatte er aber eine ordentliche Arbeit abgeliefert und seine Liebe zum Handwerk erkennen lassen. „Gut gemacht Kurzer…Wirklich gut“, sagte er zu sich selbst.

Nachdem Abbajan den Sud aufgesetzt hatte fügte er noch etwas Honig hinzu. Diese spezielle Sorte hatte er noch von Blectorn aus Rabenstein erhalten, bevor der Handel weitestgehend zum Erliegen kam. Viel war nicht mehr in dem Glas, wie er mit mürrischem Blick feststellen musste und dann aus Trotz noch einen zusätzlichen Löffel in den Topf gab. „Diese Freude nimmst du mir nicht du dreckige Seuche. Hah!“, lachte er gehässig auf als der den Honig in dem sich wärmenden Sud verrührte und beobachtete wie die dicken Blasen des Gebräus an dessen Oberflache stiegen und zerplatzen. Er sog den würzig-süßen Geruch in seine Nase und genoss den Augenblick, in dem er einmal nicht an volle Auftragsbücher oder Seuchen denken musste.

Der Augenblick nahm ein jähes Ende, als der tiefe brummende Ton des Morgenhorns durch die steinernen Hallen fuhr und alle Hrothi wissen ließ, dass es jetzt wieder ans Tagwerk ging. Der Ton des Horns würde seinen Weg in jede Kammer der Stadt finden und seinen Bewohnern tief in den Bauch fahren, sich dort in den Eingeweiden brechen und einen sanften Druck erzeugen. Einige, besonders Langschläfer wie Djerun, beschwerten sich regelmäßig darüber, doch für Abbajan gehörte das Horn einfach dazu. Es war an jedem Morgen so als würde ihn jemand über den Bauch streicheln und sanft zuflüstern, dass es Arbeit zu tun gäbe – und die gab es, rief er sich erneut in Erinnerung als er einen Krug mit Pilzsud füllte um ihn zu Djerun zu bringen.

Der morgendliche Hornstoß verklang langsam und gleichmäßig. „Eine kräftige Lunge“, dachte Abbajan, „vermutlich einer der jungen Hrothi – für die Jungs ist es das größte einmal durch das Signalhorn zu blasen und sie haben Recht damit Stolz auf sich zu sein. Das schafft nicht jeder. Ein guter sauberer Stoß, ich sollte dem Jungen nachher ein Pilzbier ausgeben; ja, das ist eine gute Idee“. Abbajan hielt in seinen Gedanken inne als das Horn erneut anschwoll. „Das ist… erfreulich“, dachte er und grinste bis zu den Ohren. Zwei Hornstöße bedeuteten, dass es am großen Platz heute Mittag ein Fest geben würde und Feste bedeutet Freibier. Freibier bedeutete gute Laune und gute Laune bedeutete Ablenkung von all den schwierigen Fragen in seinem Kopf. Mit diesem Gedanken trat er erneut in das Schlafzimmer rief Djerun zu er solle aufwachen. „Hörst du das kleiner Bruder“, sprach er gähnenden Hrothi an und reichte ihm den Pilzsud, „heute arbeiten wir nicht, sondern saufen uns die Köpfe wirr, heh?“. Djerun schaute verwirrt: „Ist das schon der zweite Stoß etwa? Ich hab den ersten wohl verschlafen.“ Nach einigem Nachdenken fügte er grinsend hinzu: „Aber ja – eine gute Idee“ und begann den Pilzsud zu trinken.

Als der zweite Hornstoß langsam ausklang musste Abbajan erneut denjenigen bewundern, der das Instrument bediente. Zwei Stöße hintereinander so lange und ausdauernd zu spielen zeugte von Können. „Vielleicht doch kein Jungspund, aber definitiv ein Bier für den Spieler nachher auf dem Fest, ja genau“, dachte er bei sich als sich das Horn zu einem dritten Stoß erhob. Abbajan und Djerun sahen sich stirnrunzelnd an. Besucher hatte es hier in Schwarzberg seit Monaten keine mehr gegeben. Nach kurzem Nachdenken ergriff Djerun das Wort: „Das könnte etwas Gutes bedeuten weißt du? Wenn die Leute wieder reisen, ist die Krankheit vielleicht besiegt.“ Abbajan nickte, sein Bruder könnte durchaus Recht haben. „Komm zieh dir was an und dann lass uns mal sehen wer uns da besucht.“

Noch während Abbajan und Djerun ihre Schränke öffneten und die Stadtkleidung heraussuchten schwoll der dritte Ton ab und endete abrupt. „Hah, hörst du?“ fragte Abbajan, „jetzt geht ihm doch die Puste aus. Aber er hat’s gut gemacht muss man sagen, wirkl…“ Er verstummte als das Horn zum vierten Mal anschwoll und sah zu seinem Bruder herüber. „Rattenscheiße!“, riefen beide wie aus einem Halse und hasteten mit halb angezogenen Hosen in die Schmiede zu den Wassereimern. „Warum macht der Idiot denn eine halbe Kunst daraus wenn es in der Stadt brennt verdammt noch eins? – Vier verdammte Töne kann man auch schnell ausstoßen!“, ließ Djerun vernehmen und Abbajan pflichtete ihm bei – das hätte man schlauer machen können. Vielleicht sollte er den Spieler des Horns später eine Schelte erteilen.

Sein Bruder öffnete gerade die Haustür um Ausschau nach dem Feuer zu halten als der vierte Ton verklang und sogleich von einem anschwellenden fünften ersetzt wurde. Die beiden hielten kurz inne und sahen sich in die Augen. Dann nickte Djerun und rief: „Du die Waffen, ich die Arkh!“ und eilte über den Platz zum Nachbarhaus, in dem die Schwestersippe des Klans Kronakh lebte. Bevor Abbajan sich umdrehte sah er noch, wie sein Cousin Hydra die Tür öffnete und den heraneilenden Djerun einließ. Hydra sah kreidebleich aus, aber er hatte bereits sein Kurzschwert in der Hand und sein Kettenhemd halb über den Kopf gezogen. Bei einem Angriff auf die Stadt waren alle männlichen Bewohner aufgefordert die Waffen zu ergreifen und sich auf dem Marktplatz zu versammeln. Allen weiblichen Bewohnern war es freigestellt ob sie zu den Männern stießen oder mit den Kindern die tieferen Höhlen aufsuchen wollten. „Was für ein scheiß Tag“, fluchte Abbajan als er Djeruns zweihändigen Kriegshammer und ihre Eichenschilde von der Halterung in der Schmiede riss. Er befestigte die Schildschlaufen an dem Stil des Hammers warf sich diesen über die Schulter um alles tragen zu können ohne zweimal laufen zu müssen. Anschließend griff er nach der stählernen Zweihandaxt, die noch in der Halterung des Waffenregales stand. „Hallo meine Schöne – wenigstens kommen wir beide so heute doch noch zu unserem Vergnügen.“, schmunzelte er.

Schwer bepackt machte sich Abbajan daran zu den anderen Klanmitgliedern auf dem Vorplatz zu stoßen. Auf dem Weg dorthin ging er gedanklich alles durch, was er über die Rolle der Familie bei der Stadtverteidigung wusste. Wenn er sich recht erinnerte standen die Kronakh in zweiter Reihe, gleich hinter den Tunnelschilden und fungierten dort als Reserve für die Hrothi an den mannshohen Konstrukten, von denen zwei nebeneinander einen Nebengang komplett abriegeln konnten. Doch das war nicht die einzige Aufgabe, die der zweiten Reihe zukam. Sollte es irgendein Angreifer hinter die Schilde schaffen, war es die Sache der Reserve diese Bedrohung restlos auszumerzen. Nichts und niemand betrat ohne Erlaubnis die inneren Gänge einer Hrothi-Festungsstadt und konnte sie danach noch verlassen um davon zu berichten. Die freudige Erwartung einer Tunnelschlacht zeichnete ein grimmiges Lächeln auf sein Gesicht als er aus der Haustür trat und die anwesenden Familienmitglieder betrachtete. Da war natürlich sein Bruder Djerun, dem Abbajan sogleich Schild und Hammer reichte, welche dieser dankbar nickend entgegen nahm. Zu seiner rechten sprintete Valyrion, ein weiteres Mitglied der VulKronakh-Sippe, aus einem der Stollen. Seine Spitzhacke hatte er locker auf der massiven Schulter abgelegt und sein Gesicht war schwarz vom Dreck der Arbeit in den Minen, was ihm das Aussehen eines wütenden Minengeistes verlieh, als er den anderen zurief: „Das ist besser kein falscher Alarm – ich habe in Stollen 19 eine vielversprechende Kupferader gefunden!“

Von den ArkhKronakh war sowohl Hydra, der sich mittlerweile gefangen hatte, wie auch sein junger Lehrling anwesend, dessen Namen Abbajan sich nie merken konnte. Der kleine trug ein Kurzschwert in seinen Händen und hatte sich die Lederschürze umgebunden, die er sonst zum Schleifen der Steine benutzte, welche die Arkh dann später in den Gebäuden der Stadt verbauten. Wo die Vul die besten Bergmänner und Schmiede hervorbrachten, da waren die Arkh Meister des Steines und der Architektur, die in der gesamten Grafschaft ihres gleichen suchten. Abbajan fasste seinen Cousin am Arm: „Hab ein Auge auf den kleinen ja – er zittert am ganzen Leibe und die Schürze wird ihn nicht vor einem gut geführten Streich schützen“, flüsterte er ihm ins Ohr. Hydra nickte: „Er wird der Botenjunge sein, sollte einer gebraucht werden – ich denke das ist sicher genug.“ Er pausierte kurz, bevor er weitersprach: „Renvon ist vor dem ersten Horn unterwegs zum großen Platz gewesen und wollte die Kerzen an den Statuen auswechseln und Messungen für das neue Exemplar vornehmen… Ich denke wir treffen ihn dann dort. Was ist mit Miranon und Schuljann?“ Abbajan dachte kurz nach: „Miranon wollte heute in den Wald… ich hoffe er hat es wieder hineingeschafft. Schuljann müsste Dienst am Haupttor haben, also lass uns los zum Marktplatz.“

Hydra und Abbajan wollten gerade den Marschbefehl geben, als ihnen auffiel, dass die anderen Familienmitglieder sie verwirrt anstarrten. „Was ist los ihr Torfnasen?“, entfuhr es Abbajan, dem gleichzeitig aufging, dass das Horn noch immer zu hören war. „Junge, was für eine Lunge hat der Kerl?“, fragte er mehr sich selbst als die umstehenden Familienmitglieder. Djerun antwortete als erstes: „Er bläst nicht immer noch Bruder… er hat neu angesetzt. Dies ist der sechste Klang.“


Part II.
Der sechste Klang



Auf dem Marktplatz hatte sich mittlerweile ein großer Teil der Stadtbevölkerung angefunden, sogar einige der Brudvir und Neran aus den Außenbezirken waren bereits eingetroffen und stachen aus der Hrothi-Menge hervor, wie ein Trison im Schafstall. Die trübselige Stimmung hing über der Menge wie ein dunkler, alles erdrückender, Schleier, denn obwohl es noch niemand ausgesprochen hatte, konnte sich jeder zusammenreimen, was passiert war. Der sechste Ton wurde nur gespielt wenn ein Adliger die Welt der Lebenden verließ und seine lange Reise zu den Ahnen antrat. An anderen Orten hätte jetzt Anlass zu Spekulationen bestanden, doch Schwarzberg war noch jung und die Anzahl an Adligen recht überschaubar. Genauer gesagt gab es nur einen und der führte und verwaltete die gesamte Stadt. Sechs Hornstöße konnten also nur eines bedeuten: Bürgermeister Lupus Atrum war tot.

Abbajan und der Rest des Klans betraten den Marktplatz. Alle hatten sich erneut umgezogen und trugen nun die Paradeuniformen der Miliz, in der ein jeder männlicher Bewohner der Stadt seinen Dienst versah. Einige waren verwirrt, denn bis vor kurzem hatte sich der Bürgermeister bester Gesundheit erfreut. Vor nicht einmal drei Tagen hatte er sogar noch persönlich die Pläne für die neuen Lagerräume mit Hydra besprochen und in dessen Haus gespeist. Die ganze Situation wirkte unwirklich auf die ohnehin schon aufgewühlten Gemüter der Familie. Es standen einige Fragen im Raum und sie alle drehten sich um die Zukunft der Familie und auch Schwarzbergs. Da war die Ungewissheit über die weitere Führung der Stadt, denn Lupus Atrum hatte keinen Erben und in der Hrothi-Gesellschaft war es nicht unüblich, dass in einem solchen Fall Zwiste zwischen verschiedenen Klans ausbrachen, die einen Anspruch auf die Führung erhoben. Die Bücher waren voll von solchen Beispielen und Abbajan war sich sicher, dass dies der kleinen Stadt den Gnadenstoß geben könnte. Er hatte sich dahingehend bereits mit Hydra ausgetauscht und sie waren übereingekommen, dass der Klan der Kronakh sich nicht daran beteiligen würde. Welche Entscheidung auch getroffen werden würde – man würde sie akzeptieren. Das waren sie Lupus Atrum und auch Schwarzberg einfach schuldig.

Auf der anderen Seite waren da aber auch die vollen Auftragsbücher des Klans. Mehr als die Hälfte der ausstehenden Arbeiten war von dem Bürgermeister geordert worden…und von einem Bürgermeister verlangte man einfach keine Vorauszahlungen. Hier würde der Klan hart bleiben müssen, bevor eine eventuelle neue Führung die Aufträge einfach neu vergab. Schließlich gab es so etwas wie Ehre unter Geschäftsleuten und ein Handschlag war ein Handschlag.

„Da seid ihr ja“, riss ihn eine Stimme von links aus seinen Gedanken und lies Abbajan seinen Kopf herumdrehen. „Ich hatte gehofft euch hier zu finden“, sprach Miranon weiter, in dessen langen Bart noch Holzspäne von der harten Waldarbeit steckten. „Hat zufällig jemand meine Uniform mitgebracht? Ich würde mich dann in der Schenke umziehen und dann mit euch zur Bühne gehen. Renvon wartet dort vorne und hält uns ein paar Plätze frei.“ Valyrion drängte sich mit einem Stapel Klamotten in seinen Armen nach vorne: „Ich hab deine Sachen mitgenommen – wusste doch, dass du uns nicht hängen lässt“, schmunzelte er Miranon an und überreichte diesem die Uniform mitsamt Stiefel. Miranon nickte ihm kurz zu und verschwand dann in der kleinen Taverne. Bereits nach kurzer Zeit kam er wieder hervor und gab grinsend bekannt: „Lara passt auf meine Arbeitskleidung auf – Sie meinte es wäre nicht das erste Mal, das ich meine Hose in ihrer Taverne lasse.“

Renvon hatte es tatsächlich geschafft genug Plätze für den gesamten Klan zu besetzen und begrüßte jeden einzelnen mit einer Umarmung. Auf seinem Gesicht zeigten sich Spuren von Tränen, die zwei lange Kanäle durch den Steinstaub auf seinen Wangen gezogen hatten und davon zeugten, wie nahe ihm der Tod des Bürgermeisters ging. „Ich hab‘ gestern noch gedacht ich sollte mal wieder zu ihm gehen und… und… Wir hatten doch immer so lebhafte Diskussionen über die Tugenden und jetzt…“, er hielt eine Zeit lang inne, bevor er weitersprach: „Viel zu früh… das ist viel zu früh“, er schüttelte den Kopf und sah zu dem Podest auf dem ein einzelner Hrothi stand und die Menge beobachtete. „Ist das Scar?“ fragte Abbajan in die Runde und Renvon nickte im bestätigend zu. „Er soll ihn wohl gefunden haben in seiner Schreibstube heißt es. Er hatte sich Sorgen gemacht, weil die beiden noch einige Dokumente durchgehen wollten und Lupus nicht erschienen war.“ Abbajan brummte leise um zu zeigen dass er verstanden hatte. Dann würde Scar wohl gleich zu der Menge sprechen. Das versprach spannend zu werden.

Scar wartete noch einige Minuten, bis er der Meinung war, dass nun fast die gesamte Stadt anwesend wäre. Wer es bis jetzt nicht geschafft hatte, der würde halt durch seine Freunde und Nachbarn erfahren, was er hier und heute zu verkünden hatte… und er hatte so seine Zweifel, dass ein jeder die Nachricht gleich gut aufnehmen würde. „Es hilft nichts, wenn ich weiter warte“, dachte er bei sich, „also los sag‘s einfach.“ Mit diesem Gedanken trat er an die Ecke der Bühne und hob seine beiden Hände. Fast augenblicklich verstummten alle Gespräche und auf dem Marktplatz kehrte Ruhe ein. „Bewohner Schwarzbergs“, begann er mit tiefer und weit tragender Stimme auszurufen, „es ist heute meine traurige Aufgabe euch vom Tode unseres geliebten Bürgermeisters zu berichten.“ Er ließ seine Worte eine Weile wirken, bevor er fortfuhr: „Lupus Atrum verließ unsere Welt in der Nacht zum heutigen Tage und starb so wie er lebte im steten Einsatz für seine Stadt und deren Bewohner. Ich fand ihn heute Morgen in seinem Arbeitszimmer, in dem er anscheinend friedlich einschlief.“ Erneut lies Scar eine Pause einfließen ehe er weiter sprach. „Ich weiß diese Stadt ist in Trauer und ich weiß auch, dass ihr euch alle fragt, wie es nun weitergehen soll. Der ein oder andere macht sich Sorgen, weil unser Bürgermeister keinen Erben hinterlassen hat, aber ich kann euch beruhigen Volk von Schwarzberg. Lupus Atrum wusste um diesen Umstand und er teilte eure Befürchtungen. Er wollte nicht, dass Schwarzberg im Chaos der Klankriege versinkt und deshalb hat er seinen letzten Willen bereits vor zwei Tagen aufgesetzt. Ich habe dieses Testament bezeugt und werde es Kraft meines Amtes nun vor euch als meine Zeugenschaft verlesen“

„Der alte Fuchs“, dachte sich Abbajan anerkennend, „so bewahrt er die Stadt davor, sich selbst zu zerfleischen.“

Auf der Bühne holte nun Scar eine versiegelte Schriftrolle hervor und zeigte sie der ersten Reihe der Anwesenden. „Das Siegel des Bürgermeisters“, lies er verlauten und die erste Reihe nickte zustimmend. Er sah noch einmal in die Menge, dann brach er das Siegel und entrollte das Pergament, ehe er laut vorzulesen begann:

Geliebtes Volk von Schwarzberg,

wenn ihr diese Zeilen verlesen bekommt bin ich nicht mehr unter euch, sondern sitze in der großen Halle der Ahnen und lächle auf euch herab. Ich weiß ihr seid voller Trauer. Ich weiß ihr seid voller Angst. Ich weiß auch, dass meine geliebte Stadt jetzt eines mehr denn je braucht und das ist Führung.

Ich war in den letzten Wochen viel in der Stadt unterwegs und habe mir ein Bild von den Ältesten gemacht um zu entscheiden, wer im Falle meines Ablebens die Führung übernehmen soll und ich habe schweren Herzens eine Entscheidung getroffen. Es ist mein Wille, dass Schwarzberg nicht länger von einer Person regiert wird. Stattdessen rufe ich mit diesem Schreiben die folgenden Bürger auf ein Triumvirat zu bilden und die Stadt in meinem Geiste zu regieren.


Scar pausierte erneut und betrachtete die Menge, die nun sichtlich gespannt an seinen Lippen hing und auf das wartete was nun kommen musste – drei Namen aus ihren Reihen. Doch wer konnte das sein?

„Schlauer Zug alter Junge“, lies sich Abbajan vernehmen, „Wirklich nicht schlecht“

Scar atmete noch einmal tief ein und begann weiter zu sprechen.

„Folgende Bürger sind in dem Testament namentlich genannt und werden gebeten, nach Verlesung der Namen das Podest zu betreten.“

Abbajan schloss die Augen: „Bitte nicht die Kupferstecher von der Eingangshalle, denen steigt jeglicher Ruhm immer so schnell zu Kopfe“

„Abbajan VulKronakh“

Er hustete auf, da er fürchtete sich verschluckt zu haben: „Rattenscheiße! Das ist doch nicht sein Ernst!“

„Hydra ArkhKronakh“

Auch sein Cousin sah sehr überrascht drein, trug die Ernennung aber mit wesentlich mehr Fassung.

„Und abschließend Miranon VulKronakh“

Miranon sah aus, als hätte ihm gerade jemand gesagt, dass sein Pilzbier eigentlich aus Moos gebraut worden war und flüsterte seinem Sitznachbarn zu: „Meint der mich sag mal?“

„Diese drei mögen nun bitte vortreten“

Hydra überwand die Überraschung als erster und stieß Abbajan und Miranon an. Mit einem Kopfnicken deutete er Richtung des Podests und kurz darauf erhoben sich alle drei und erklommen mit einem kleinen Satz die Distanz zu Scar.

„Da seid ihr ja“, lies dieser vernehmen und blickte erneut auf die versammelte Menge. „Diese drei hier kommen direkt aus eurer Mitte und Lupus Atrum hat entschieden die Stadt in ihre fähigen Hände zu übergeben. Volk von Schwarzberg, ich präsentiere euch eure neuen Bürgermeister!“

Die Menge schwieg.

Nach einer Weile begann in der Menge jemand zu skandieren „Rede, eine Rede!“, wurde aber bereits nach kurzer Zeit von den Umstehenden durch anstarren zum Verstummen gebracht. Trotzdem trat Abbajan nach vorn und hob beide Hände. Als er sich der Aufmerksamkeit aller sicher war begann er zu sprechen:

„Das kommt für uns genau so unerwartet wie für euch, also habt bitte Verständnis dafür, dass ich heute keine Antrittsrede oder ähnliches halten werde.“ Er pausierte kurz um sich zu sammeln ehe er fortfuhr: „Unsere geliebte Stadt hat heute einen großen Mann verloren und wir sollten ihm den Respekt erweisen, den er verdient. Lupus Atrum soll noch heute Abend in der Ahnenhalle zur letzten Ruhe gebettet werden und wie es der Brauch ist, den unsere Väter uns lehrten und den sie von ihren Vätern gelehrt bekamen, so wie diese von den Vätern vor ihnen, bis zurück zu unseren Anfängen, so wird er auf seinem Schild getragen in die Hallen einziehen! Wir werden seinen Tod nicht beweinen, obwohl uns allen ein großer Anführer genommen wurde! Wir werden seine Taten besingen, denn so lebt er in unserer Erinnerung fort! Und wir werden die Krüge erheben, denn nun sitzt er an der langen Tafel unserer Ahnen in der Anderswelt und trinkt und feiert bis in die Ewigkeit!“ Die letzten Worte hatte Abbajan beinahe geschrien und als er endete blickte er auffordernd in die Menge auf dem Marktplatz.

Die Menge blieb still und Abbajan wollte schon weitersprechen als Miranon neben ihn trat. Er postierte sich am Ende der Bühne, holte tief Luft und schrie: „ATRUM!“ Danach wiederholte er es. Dann ein weiteres Mal und dann noch einmal. Nach dem dritten Ruf fielen Abbajan und Hydra mit ein, Scar folgte nach dem vierten und danach begann sich der Ruf durch die Menge fortzupflanzen bis schließlich der gesamte Marktplatz einen Namen schrie: „Atrum“.


Bis zum Abend hatte sich der Marktplatz verändert. Die Bewohner hatten Bänke und Tische herbeigetragen und die Luft war geschwängert vom Duft der auf offenem Feuer am Spieß bratenden Schafe und Ochsen und dutzender Kessel voller Kohlsuppe. Hier und da sah man einige Brudvir, die frisch erlegtes Wild ausnahmen und überall standen Fässer mir Bier, sowohl das wohlschmeckende Pilzbräu der Hrothi, wie auch die exotische Gerstenvariante der Neran waren zu finden. Fackeln und Kohlepfannen standen entlang des Weges vom Rathaus bis zur Ahnenhalle und tauchten die umgebenen Felswände in ein goldenes warmes Licht. Die Stimmung war nicht mehr betrübt, so wie es am Morgen gewesen war, sondern viel mehr geschäftig und in freudiger Erwartung. Es war als hätte jemand das dunkle Leichentuch, dass auf den Gemütern lastete hinweggezogen und der Stadt neues Leben eingehaucht.

Die drei neuen Bürgermeister standen indes vor ganz neuartigen Problemen, als sie sich mit Scar in dessen Schreibstube berieten.

„Was soll das heißen Scar?- Wieso hat er keine Schildträger?“ brummte Abbajan irritiert.

Scar war die Anstrengung der vergangenen Stunden im Gesicht anzusehen als er mit müder Stimme antwortete: „Er hat weder Familie oder Lehrlinge, noch hat er in seinem Testament jemanden als Träger bestimmt… es gibt einfach niemanden, der diesen Posten übernehmen könnte. Es gibt nicht mal einen Präzedenzfall von dem wüsste – und ich habe mehrere Dekaden in den Chroniken durchforstet.“

„Warum tragen wir ihn nicht einfach?“ fragte Hydra, der mit einem Krug Pilzsud am Kamin stand und die Flammen beobachtete.

„Ist auch nicht möglich… ihr müsst die Zeremonie leiten – so steht’s geschrieben.“ lies ein zusammengesunkener Scar aus seinem Sessel vernehmen. „Und wir können auch nicht einfach irgendjemanden nehmen – sonst fühlen sich andere übervorteilt. Lupus letzter Wille war schon ein gewagtes Spiel… Wir sollten unser Glück nicht noch weiter auf die Probe stellen.“

Miranon fuhr schnaubend herum: „Und nun? Lassen wir ihn einbalsamiert in seinem Arbeitszimmer liegen, oder was? Ich denke das ist eher nicht förderlich für unser Glück, oder?“ Etwas ruhiger fuhr er fort: „Wir haben nicht mal mehr eine halbe Stunde um eine Lösung zu finden und da draußen versammelt sich bereits ganz Schwarzberg um Abschied zu nehmen.“

Hydra sah Miranon an als hätte im dieser gerade die Trigonometrie neu erklärt und dabei einen vollkommen neuen Ansatz gewählt. Grinsend ging er zu ihm herüber und drückte in an seiner Schulter. „Du alter Fuchs Miranon – Ich denke du hast die Lösung gerade gefunden“

Miranon blickte verwirrt drein, war aber geistesgegenwärtig genug um Hydra einfach weiterreden zu lassen.

„Hört mal her, machen wir es doch so…“


Die gesamte Stadt wartete bereits auf dem großen Platz. Niemand, mit Ausnahme der Torwachen, war diesem Ereignis fern geblieben und der Platz war erfüllt von den ernsten Gesichtern der Hrothi, Brudvir und Neran, die Abschied von ihrem Bürgermeister nehmen wollten. Lupus Atrums Leichnam war auf dem Podest aufgebahrt und fest auf einem Turmschild verschnürt, der das Wappen der Stadt trug – der schwarze Berg und die gekreuzten Hämmer. Der Schild selbst war um jeweils drei Haltestangen pro Seite ergänzt worden, sodass sechs Hrothi diesen tragen könnten. Kleine Schalen mit Weihrauch waren auf dem Podest verteilt und der würzige schwere Duft des verbrennenden Krautes vermischte sich mit der ohnehin schon aromageschwängerten Luft des Marktplatzes.

Vor dieser Kulisse standen die drei neuen Bürgermeister in ihren Milizuniformen und warteten auf den richtigen Augenblick um zu beginnen. Nach einer kleinen Weile nickten sie sich zu und traten gemeinsam an den Rand der Bühne.

Als erstes erhob Abbajan die Stimme. „Volk von Schwarzberg“, begann er, „wie ihr wisst, ist es seit jeher unser Brauch, unsere Toten durch ihre Familie zu Grabe zu tragen. Ihr alle wisst auch, das Lupus Atrum keine Verwandten hatte und auch leider nie die Zeit fand einen Lehrling auszubilden“

Einige in der Menge schluckten schwer, als ihnen bewusst wurde, was dies bedeutete – Lupus Atrum hatte nie die Zeit gefunden eine Familie zu gründen und daher würde er nun ohne Schildträger in die große Ahnenhalle einziehen. Er würde einsam und allein seine letzte Reise antreten müssen und das war ein sehr schmerzvoller Gedanke.

„Jemand ohne Verwandte, ist jedoch nicht zwangsläufig ohne Familie“, übernahm Miranon.

Nun blickten die Anwesenden eher verwirrt drein und an einigen Stellen entstand irritiertes Gemurmel.

„Zeit seines Lebens hat Lupus Atrum seine gesamte Kraft darauf konzentriert das diese Stadt wächst und gedeiht. Er hat dafür gesorgt, dass keinem seiner Bürger ein Unrecht geschieht und sich auch sonst darum gekümmert, dass es uns wohl ergeht.“, rief Hydra nun der Menge zu.

„Und ist es nicht das, was einen Vater ausmacht?“ fragte Abbajan.

„Ist es nicht das, was ein jeder für seine Familie tut?“ führte Miranon fort.

„Deshalb ist es für uns ganz klar - Volk von Schwarzberg – ihr alle seid die Familie von Lupus Atrum. Und ihr alle habt die Ehre verdient in zu seiner letzten Ruhestätte zu tragen!“ sprach nun wieder Hydra.

„Also kommt herauf und streckt eure Hände aus – Wir tragen ihn hoch über unseren Köpfen!“ rief Abbajan der Menge zu und griff sich eine der vorderen Tragestangen des Schildes. Miranon tat es ihm gleich und ergriff den Schild an der gegenüberliegenden Seite, während Hydra eine der hinteren Stangen besetzte. Aus dem Hintergrund löste sich nun Scar und nahm den Platz neben Hydra ein. Zwei weitere Hrothi lösten sich aus der Menge und bestiegen das Podest um die leeren Plätze zu besetzen. Zu seiner Freude erkannte Abbajan seine Bruder Djerun als einen der beiden.

Wie auf ein Kommando hoben die sechs Hrothi den Schild hoch über ihre Köpfe und trugen ihn anschließend zum Rand der Bühne. Dort angekommen gingen sie in die Knie und übergaben die Schildbahre an die dort wartenden Hände. Langsam bildete sich eine lange Schlange von Hrothi, die den kompletten Weg bis hinein in die Ahnengrüfte säumten und so beging Lupus Atrum seine letzte große Reise, getragen von den Händen der einzigen Familie die er jemals kannte und begleitet von ihren Gedanken und ihrer Dankbarkeit.


Lupus Atrums Leichentrunk dauerte noch die gesamte Nacht und den halben Morgen. Die neuen Bürgermeister entschieden das Morgenhorn heute einmal ausfallen zu lassen und so ruhte die Stadt nach der Beisetzung des „geliebten Vaters der Stadt“, wie es auf der Grabplatte des alten Bürgermeisters zu lesen war.

Im Gegensatz zum Rest der Stadt konnte Miranon jedoch keine Ruhe finden. Irgendwie war ihm seit der Feier übel und ein trockener Husten hatte sich in seiner Kehle festgesetzt. Er hatte sich nach einem Gelage noch nie so elend gefühlt und das irritierte ihn. „Ich sollte den Medicus aufsuchen“, dachte er bei sich und wuchtete sich aus seinem Bett heraus um sich anzukleiden. Gerade wollte er nach seiner Hose greifen, als ihn ein erneuter Hustenanfall schüttelte. Schnell zog er die Hand vor den Mund um niemanden im Haus durch das laute Gebelle aufzuwecken, doch der Husten wollte einfach nicht aufhören. Seine Sicht verschwamm ihm vor den Augen und er hatte den Eindruck nicht mehr lange stehen zu können. Und was war das da auf seiner Hand? Blut? Hustete er etwa Blut? Dies waren seine letzten Gedanken, bevor die Welt um ihn herum durch Schwärze ersetzt wurde und er bewusstlos zu Boden fiel.


Wie wird es weitergehen in Schwarzberg? Wird Miranon überleben? Was bedeutet dies für den Rest der Stadt? – Bleibt dabei und erfahrt dies und mehr in Part III der Schwarzberg-Chroniken wenn es heißt „Quarantäne“.
Zuletzt geändert von Abbajan am 31. Jul 2018, 18:11, insgesamt 1-mal geändert.
Da wurde mir klar, dass entweder ich verrückt war oder die Welt. Und ich tippte auf die Welt. Und natürlich hatte ich recht.
Jack Kerouac

PrinzKarneval
Beiträge: 4

Re: Die Schwarzberg-Chroniken

Beitrag von PrinzKarneval » 31. Jul 2018, 16:49

Hey, großartiger Text.

Du hast mittendrin Miene anstatt Mine geschrieben. Auf zeichensetzung oder Groß/kleinschreibung hab ich nicht geachtet.

Auch sehr interessant das ihr euch bereits Nachnamen gegeben habt. Werdet ihr euch auch Ingame so nennen?

Gruß,
Prinz aka Andy

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Abbajan
Beiträge: 92

Re: Die Schwarzberg-Chroniken

Beitrag von Abbajan » 31. Jul 2018, 18:18

PrinzKarneval hat geschrieben:
31. Jul 2018, 16:49
Hey, großartiger Text.
Danke dir :)
PrinzKarneval hat geschrieben:
31. Jul 2018, 16:49
Du hast mittendrin Miene anstatt Mine geschrieben. Auf zeichensetzung oder Groß/kleinschreibung hab ich nicht geachtet.
sogar drei mal :o - sogleich korrigiert - Danke für's finden
PrinzKarneval hat geschrieben:
31. Jul 2018, 16:49
Auch sehr interessant das ihr euch bereits Nachnamen gegeben habt. Werdet ihr euch auch Ingame so nennen?
Jap. - Wobei Hydra bei dem Nachnamen das ein oder andere Problem mt der Reservierung hat, aber wir schauen mal, wie sich das dann später im Spiel so machen lässt. Der Grundgedanke ist halt ein Großklan mit verschiedenen Familien, welche sich spezialisiert haben. Also Klan "Kronakh" (=Schmied); Familie 1 "VulKronakh" (FeuerSchmied); Familie 2 "ArkhKronakh" (FestungsSchmied)... more to come ;)
Da wurde mir klar, dass entweder ich verrückt war oder die Welt. Und ich tippte auf die Welt. Und natürlich hatte ich recht.
Jack Kerouac

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Domson Drachenblut
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Re: Die Schwarzberg-Chroniken

Beitrag von Domson Drachenblut » 2. Aug 2018, 15:13

so jetzt hatte ich auch endlich die zeit mich mal in ruhe die chroniken durchzulesen ^^

wirklich wunderbar geschrieben und auch gut durchdacht, auch das mit den horn find ich klasse.

nur ein kleine anmerkung zu meiner person, im game werd ich domson heißen und werd ein brudvir sein ^^
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Abbajan
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Re: Die Schwarzberg-Chroniken

Beitrag von Abbajan » 2. Aug 2018, 15:34

Das krieg ich hin :)
- danke dir
Da wurde mir klar, dass entweder ich verrückt war oder die Welt. Und ich tippte auf die Welt. Und natürlich hatte ich recht.
Jack Kerouac

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Domson Drachenblut
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Re: Die Schwarzberg-Chroniken

Beitrag von Domson Drachenblut » 2. Aug 2018, 16:06

kein ding, wenn es dir für die story weiterbring, ari war, nennen wir ihn mal sheriff von schwarzberg (ingame auch mein bruder) Creepy owl (ingame weiß er noch nicht wie er heißen wird, aktuell Lavare) war die leibwache von lupus der sich auch auf das überleben spezialisieren möchte also sprich mit first aid .

vl kann ich dir damit etwas helfen wegen deiner chronik
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